Handball SG Greifswald – SG Crivitz/Banzkow 34:32 (17:14)Die Handballer haben das Siegen doch nicht verlernt, das war wohl die entscheidende Erkenntnis nach dem Sieg gegen die SG Crivitz/Banzkow. Im Kellerduell der MV-Liga ging es für beide Mannschaften um die rote Laterne. Diese bleibt nun nach dem denkbar knappen Sieg von 34:32 erstmal bei den Mecklenburgern. Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit, bevor sich die Greifswalder Spieler von ihren Fans feiern lassen konnten.Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes Spiel. Nach der 2:3 Führung der Gäste in der 4. Minute übernahm man nach zwei Treffern infolge in der 6. Minute die Führung wieder. Bis zur 10. Minute beim 6:6 gestaltete sich die Partie absolut ausgeglichen. Die Greifswalder legten vor und die Mecklenburger glichen aus. Nun nahm das Tempo in der Partie weiter zu. Nach drei Treffern ohne Gegentreffer ging man in der 12. Minute erstmalig in dieser Partie mit 3 Toren in Führung (9:6). Die Gastgeber hatten sogar noch die Möglichkeit auf vier Tore zu enteilen, doch leider konnte ein Konter nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden. Stattdessen verkürzten die Crivitz/Banzkower in der 14. Minute zum 9:7. Das Tempo im Spiel blieb aber weiter hoch. Nach einem sicher verwandelten Konter vom pfeilschnellen Linksaußen Dietrich gelang in der 16. Minute dann endlich die 4 Tore-Führung beim Stand von 11:7. Der Gästetrainer reagierte und nahm seine Auszeit. Davon ließen sich die Hansestädter aber zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Beim 13:9 in der 20. Minute hatte der Vorsprung von vier Toren immer noch Bestand. Das sollte sich aber noch ändern. Die Gäste stellten die Abwehr auf eine offensiver ausgerichtete Formation um. Damit hatten die Männer der Handball SG erstmal ihre Mühe. Es dauerte einige Zeit sich darauf einzustellen. Dadurch schmolz der komfortable Vorsprung Tor um Tor. In der 24. Minute war das Spiel dann wieder völlig offen, denn den Mecklenburgern gelang der Anschluss zum 14:13. Nun reagierte der Greifswalder Coach Krabbe und nahm seine Auszeit um wieder etwas Ruhe ins Spiel zu bringen. Diese Maßnahme trug auch sofort Früchte, denn den Greifswaldern gelangen bis zum Halbzeitpfiff noch 3 Treffer, während die Gäste nur noch einmal zum Torerfolg kamen. So ging es beim Stand von 17:14 in die Kabinen. Trainer Krabbe forderte in der Halbzeitansprache weiterhin das Engagement in der Deckung zu erhalten und so lange die Angriffe auszuspielen, bis sich die Torchance ergibt. Doch leider war es wie so oft in dieser Saison. Nach dem Wiederanpfiff offenbarten sich einige Schwächen in der Abschlusshandlung. So war es Torhüter Giebner der dafür sorgte, dass die Greifswalder ihre Führung behaupten konnten. Auch wenn die Führung in der 37. Minute beim 19:18 nur noch ein Tor betrug, blieb den Gästen der Ausgleich verwehrt. Nach zwei schnellen Toren von Effer und Dietrich konnte der alte Pausenvorsprung von drei Toren beim 22:19 in der 39. Minute wieder hergestellt werden. Doch auch diese 3-Tore-Führung brachte nicht die nötige Sicherheit in das Spiel der Greifswalder, denn beim 23:22 in der 43. Minute waren die Mecklenburger wieder dran. Bis zur 48. Minute (28:27) wiederholten sich die Ereignisse. Die Greifswalder setzten sich mit zwei Toren ab und die Gäste erzielten den Anschluss. So ging das Spiel nach und nach in die entscheidende Phase. In den folgenden Spielminuten konnte sich Giebner im Greifswalder Tor mehrere Male auszeichnen. So bot er seinen Vorderleuten einen sicheren Rückhalt um endlich eine Vorentscheidung in dieser umkämpften Partie herbeizuführen. Den Hansestädtern gelang in der 51. Minute durch einen Treffer vom erfolgreichsten Greifswalder Torschützen Schuster das 31:27. Dieses Tor war dahingehend richtungsweisend, als das es in doppelter Unterzahl erzielt werden konnte. Der Kampfgeist der Gäste war dadurch aber nicht gebrochen. Ganz im Gegenteil. In der 57. Minute verkürzten sie den Rückstand bis auf zwei Tore beim 32:30. Doch wieder einmal an diesem Tag war es Schuster der seine Nerven behielt und in der 59. Minute mit seinem Treffer zum 33:30 die Vorentscheidung in dieser Partie herbeiführte. Die letzten Treffer in der Partie um 34:32 Endstand waren nur noch Ergebniskosmetik. Nach dem Abpfiff war der Jubel bei den Greifswalder Spielern riesengroß. Mit diesem Sieg machten sie aber nur einen kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt, denn es stehen noch viele schwere Spiele bis zum Saisonende auf dem Programm. 7-Meter: Greifswald 5/4; Crivitz-Banzkow 8/6
2-Minuten: Greifswald 5; Crivitz-Banzkow 5Handball SG spielte mit: Giebner, Below (beide im Tor), Bleul, Methner (5), Schulz (1), Dietrich (10/2), Altenburg (3/1), Uecker (3), Schuster (9/1), Effer (1), Formella, Wodke (2)Fotos: (c) Werner Franke














