Handball SG Greifswald – HSV Grimmen II 30:30 (19:13)Im Top-Spiel der Verbandsliga Ost empfingen die Männer der Handball SG Greifswald am vergangenen Samstag die zweite Mannschaft des HSV Grimmen. Es ging in der Partie um nicht weniger als die Tabellenführung, denn es standen sich der erste und der zweite in der Liga gegenüber. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem Unentschieden, wodurch die Gäste sich wieder an die Tabellenspitze setzen konnten. Dabei war die Vorbereitung auf dieses Spiel alles andere als optimal für die Greifswalder gelaufen. Aufgrund des Feiertages fand nur eine Trainingseinheit statt. Außerdem musste Trainer Krabbe auch auf eine komplette Aufbaureihe verzichten, denn mit Uecker, Bleul und Kruppa fehlte ihm die Hälfte seines Startsechsers. So geriet man in der Anfangsphase schnell mit 0:2 in Rückstand. Doch dann zeigte sich, dass man die Ausfälle kompensieren wollte. Und das gelang in den folgenden Minuten recht eindrucksvoll. Der frühe Rückstand konnte in eine 5:2 Führung geändert werden. Das gelang im Wesentlichen durch eine schnelle Spielweise im Angriff und eine erfolgreich vorgetragene zweite Welle. Bis zum 11:8 in der 17. Spielminute hatte diese 3-Tore-Führung auch weiterhin Bestand. Dabei diktierten die Gastgeber das Spielgeschehen in der Folgezeit und gingen nach einem kleinen Zwischenspurt in der 20. Minute mit 14:8 in Führung. Leider gelang es bis zum Halbzeitpfiff nicht mehr, diesen Vorsprung weiter auszubauen, denn die Konzentration ließ sowohl in der Defensive als auch in der Offensive etwas nach. So ging es mit einem komfortablen, aber nicht beruhigenden 6-Tore-Vorsprung nach 30 Minuten in die Kabine. Trainer Krabbe appellierte an seine Männer das Tempo weiter hoch zu halten aber dennoch die nötige Ruhe zu bewahren. Zunächst sah es auch so aus, als ob diese Vorgaben umgesetzt werden konnten. Doch dann kippte das Spiel plötzlich zu Ungunsten der Greifswalder. Nach einem vergebenen 7-Meter beim Stand von 21:17 in der 36. Minute nutzen die Gäste ihrerseits ihre Strafwürfe erfolgreicher und verkürzten bis auf 21:19. Damit war die Partie wieder völlig offen, doch der Anschlusstreffer blieb den Grimmenern zunächst verwehrt. Darauf mussten sie bis zur 48. Minute warten als das 24:23 fiel. Die Boddenstädter hatten ihren Spielfaden völlig verloren und das Spiel war im Wesentlichen von Einzelaktionen geprägt. Doch nun ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft. 3 Tore infolge ohne Gegentreffer führten zum 28:24 in der 54. Minute. Das war eigentlich eine gute Möglichkeit um den Sack endgültig zuzumachen, doch nun schlich sich wieder der Fehlerteufel ein und die Vorsprung schmolz auf 28:27 in der 56. Minute. Nun begann die alles entscheidende Phase. 90 Sekunden vor dem Abpfiff verwandelte Yves Altenburg einen 7-Meter zum 30:28. Der Gegenangriff der Grimmener wurde ebenfalls durch einen 7-Meter abgeschlossen. Da waren noch 40 Sekunden zu spielen. Doch anstatt die Zeit runter zuspielen kam es zu einem Stürmerfoul. Die Grimmener nahmen ihre Auszeit und wechselten einen 7. Feldspieler ein. 10 Sekunden vor Abpfiff gelang ihnen dann der Treffer zum 30:30 Ausgleich. Der letzte Anwurf der Greifswalder wurde dann, durch eine grobe Unsportlichkeit, welche mit einer roten Karte geahndet wurde, unterbunden. Nun waren nur noch 3 Sekunden zu spielen. Der Ball fand aber seinen Weg nicht mehr ins Tor. Die Enttäuschung war bei den Greifswaldern Spielern nach dem Abpfiff riesengroß, denn in einer Partie, in der man ständig geführt hat, am Ende noch einen Punkt abzugeben, ist schon tragisch. Vielleicht lag es an den drei vergebenen 7-Metern oder an den fehlenden Alternativen aus dem Rückraum? Darauf wird man so schnell wohl keine Antwort finden. Nun heißt es wieder nach vorne zu schauen und in Torgelow am kommenden Sonntag die nächsten Punkte einzusacken. 7-Meter: Greifswald 8/5; Grimmen 4/3
2-Minuten: Greifswald 2; Grimmen 3Handball SG spielte mit: Giebner, Nickel, Schwetzko (1), Reich (2), Effer, Zirzow (1), Dietrich (8/3), Altenburg (9/2), Teige, Mouginot (3), Wodke (2), Formella (4)Fotos: Werner Franke














