Am kommenden Samstag steht für den HC eine richtungsweisende Auswärtspartie auf dem Programm. Um 18 Uhr gastiert das Team in der Havelland-Grundschule in Berlin und trifft dort auf einen Gegner, der sich insbesondere in eigener Halle als äußerst unangenehm erwiesen hat. Blau-Weiß Berlin liegt einen Platz hinter dem HC und kämpft – wie die Greifswalder – um den Verbleib in der Regionalliga.
Trainer Gunnar Jasmann erwartet eine intensive Begegnung:
„Am Samstag wird sicherlich kein Schönheitspreis vergeben. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst. Berlin wird kämpferisch alles aufbieten. Es wird entscheidend sein, dass wir über 60 Minuten eine emotionale Abwehr spielen und im Angriff einen kühlen Kopf bewahren. Die Jungs sollen auch bei Rückschlägen mutig bleiben. Wenn uns das gelingt, können wir einen wichtigen Auswärtssieg einfahren. Jetzt ist jeder Einzelne gefragt. Die Jungs sind bereit, alles auf der Platte zu lassen. Es geht nur gemeinsam!“
Die Mannschaft um Kapitän Niklas Jung hat sich in der Trainingswoche gezielt auf die besonderen Bedingungen vor Ort vorbereitet. In der Berliner Halle wird ohne Haftmittel gespielt – eine Ausnahmegenehmigung, die der Aufsteiger überraschend kurz vor Saisonbeginn erhalten hatte. Für fast alle Teams stellt das eine erhebliche Umstellung dar, da der gewohnte Einsatz von Klister entfällt. Entsprechend wurde auch beim HC in dieser Woche ohne Haftmittel trainiert, um sich bestmöglich anzupassen.
Dass diese Bedingungen einen echten Heimvorteil darstellen, zeigt ein Blick auf die bisherige Bilanz der Berliner: Alle zehn ihrer Punkte holte Blau-Weiß in eigener Halle. Teams aus dem oberen Tabellendrittel wie die Mecklenburger Stiere, Loitz und Empor Rostock II, aber auch Preußen Berlin, Warnemünde, Ludwigsfelde und Grünheide mussten dort bereits Federn lassen.
Rückhalt der Fan
Umso wichtiger wird der Support von den Rängen sein. Die organisierte Fanfahrt war bereits einen Tag nach Veröffentlichung restlos ausgebucht. Über 20 HC-Anhänger machen sich gemeinsam mit der Mannschaft auf den Weg in die Hauptstadt. Dazu kommen zahlreiche Fans, die individuell anreisen oder Fahrgemeinschaften bilden. Ermöglicht wird die Fahrt erneut durch „Taxi & Mietwagen Wedow, Inh. Torsten Behm“.
Personeller Rückschlag
Personell muss der HC einen weiteren Rückschlag verkraften: Rückraumspieler Fiete Strüwing, der auch in den vergangenen beiden Partien verletzt ausfiel, wird aufgrund einer Handverletzung voraussichtlich für den Rest der Saison fehlen. Damit reiht er sich in die Liste der Langzeitverletzten ein. Positiv stimmt hingegen die Entwicklung von Angus Kuhn, der nach Knieverletzung Fortschritte macht.
Klar ist: In Berlin wird dem HC alles abverlangt. Mit Leidenschaft in der Abwehr, Disziplin im Angriff und der Unterstützung von den Rängen soll unbedingt ein wichtiger Auswärtssieg gelingen















