20. Spieltag – Regionalliga Ostsee-Spree: HC Empor Rostock U23 gegen HC Vorpommern-Greifswald 40:27 (17:12)
Mit großen Erwartungen reiste der HC Vorpommern-Greifswald zum dritten MV-Derby in Folge nach Rostock – und musste am Ende mit enttäuschten Gesichtern die Heimreise antreten. Ein komplett verschlafener Start und eine Vielzahl ausgelassener Großchancen verhinderten ein besseres Ergebnis bei der U23 des HC Empor Rostock.
Die Partie begann aus Sicht der Greifswalder desolat: Bereits nach gut drei Minuten lag das Team von Trainer Gunnar Jasmann mit 0:5 zurück. Fehlwürfe und einfache Ballverluste reihten sich aneinander und wurden von den Gastgebern eiskalt mit Tempogegenstößen und schnellen Abschlüssen bestraft. Die frühe Auszeit nach dreieinhalb Minuten brachte mehr Struktur ins Spiel des HC, doch der 5-Tore-Rückstand war bereits eine schwere Hypothek.
In der Folge fand der HC Vorpommern besser in die Begegnung und erspielte sich immer wieder gute Möglichkeiten – insbesondere über die Außenpositionen und die rechte Angriffsseite. Doch genau hier lag an diesem Tag das größte Problem: die Chancenverwertung. Zahlreiche freie Würfe, darunter auch drei Siebenmeter, fanden nicht den Weg ins Tor. Entweder war der starke Empor-Keeper Viktor Malchow zur Stelle oder die freien Abschlüsse gingen am Gehäuse vorbei.
Die Rostocker präsentierten sich hingegen äußerst effizient. Mit hohem Tempo im Umschaltspiel und präzise vorgetragenen Angriffen im Positionsspiel nutzten sie nahezu jeden Fehler der Gäste konsequent aus. Über die Zwischenstände 7:3 (10. Minute) und 15:10 (26. Minute) ging es mit 17:12 in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der HC Vorpommern zunächst Moral und verkürzte mehrfach auf vier Tore. Die Möglichkeit, das Spiel noch einmal richtig spannend zu machen, war da – doch erneut fehlte die Konsequenz im Abschluss. So gelang es nicht, den Rückstand weiter zu verkürzen.
Ab der 45. Minute kippte die Partie endgültig. Empor erhöhte das Tempo noch einmal und zog entscheidend davon – von 26:22 auf 34:24. In dieser Phase unterliefen den Greifswaldern zu viele einfache Fehler, zudem fehlte die notwendige Körpersprache. In den Schlussminuten wuchs der Rückstand weiter an, sodass am Ende eine deutliche 27:40-Niederlage auf der Anzeigetafel stand.
Ein großes Dankeschön geht dennoch an die zahlreichen mitgereisten Fans: Rund 70 HC-Anhänger sorgten in der Fiete-Reder-Halle für lautstarke Unterstützung und eine tolle Atmosphäre.
Nun gilt es, das Spiel schnell auszuwerten und den Blick nach vorne zu richten. Die Greifswalder haben in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass sie es deutlich besser können. Am kommenden Samstag wartet ein richtungsweisendes Auswärtsspiel bei Blau-Weiß Berlin (Anpfiff 18:00 Uhr). Im direkten Duell mit dem Tabellennachbarn geht es um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
Mit einem anderen Auftreten und deutlich besseren Abschlüssen will der HC Vorpommern-Greifswald dort unbedingt die zwei Punkte einfahren, um sich im engen Tabellenkeller Luft zu verschaffen und die vor ihnen liegenden Teams aus Warnemünde, Lübbenau und Preußen Berlin weiter unter Druck zu setzen.
Aktuell ist noch unklar, ob Tabellenplatz 12 für den Klassenerhalt ausreicht. Daher hoffen die Greifswalder auch auf günstige Konstellationen anderer Teams – insbesondere auf den Klassenerhalt des Oranienburger HC in der 3. Liga. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob es zwei, drei oder vier Absteiger geben wird. Ziel des HC bleibt es jedoch, aus eigener Kraft mindestens Platz 11 zu erreichen, um nicht von anderen Ergebnissen abhängig zu sein.
Das Team braucht eure Unterstützung in Berlin!
Co-Trainer Mikka Wessel richtet an die Fans: „Moin liebe Fans, die gestrige Niederlage hat uns noch stark getroffen, aber ab heute gilt der Blick wieder nach vorne – nach Berlin, wo am Samstag ein schweres Auswärtsspiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf uns wartet! Wir brauchen eure Unterstützung: Seid lautstark, feuert unsere Mannschaft an und helft, die wichtigen zwei Auswärtspunkte zu holen. Ich verspreche euch, unsere Jungs werden für den Verein und für euch alles geben! Gemeinsam sind wir am stärksten – das hat schon das Spiel auf Usedom gezeigt. Also lasst uns erneut ein Feuerwerk abbrennen und kommt mit nach Berlin!“
Weitere Informationen zum Auswärtsspiel folgen in den kommenden Tagen.
HC spielte mit: Uhl, Surke, Wegener (alle im Tor) – Werner (3 Tore), Jung (4), Ihleburg (1), Steinberg (3), Eichhorn (4), Felkel (2), Bonin (2/2), Schlingmann (5), Urbaniak (3), Wessely, Biederstädt, Uecker.















