Am 19. Spieltag der Regionalliga Nordost steht für den HC Vorpommern-Greifswald das nächste Vorpommernderby an. Am Samstag, 7. März, um 19 Uhr gastiert das Team von Trainer Gunnar Jasmann in der Pommernhalle im Seebad Ahlbeck beim HSV Insel Usedom. In der traditionell gut besuchten und lautstarken Halle wird mit einer sehr vollen Kulisse gerechnet – beste Derbyatmosphäre ist garantiert.
Die Ausgangslage ist klar verteilt. Der HSV Insel Usedom rangiert mit 27:11 Punkten auf Tabellenplatz vier und gehört damit zur Spitzengruppe der Liga. Der HC Vorpommern-Greifswald steht mit 9:27 Punkten auf Rang zwölf und kämpft weiterhin um den Klassenerhalt. Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Gastgebern, die als ehemaliger Drittligist über einen sehr erfahrenen Regionalligakader verfügen. Eine Erfahrung, die dem jungen Greifswalder Team in dieser Saison in engen Spielen immer wieder fehlt.
Das zeigte sich auch am vergangenen Wochenende. Gegen Loitz präsentierte sich der HC über 56 Minuten als spielbestimmende Mannschaft, musste die Führung in der Schlussphase jedoch noch aus der Hand geben und verlor unglücklich mit 24:25. Gerade in entscheidenden Momenten fehlte die letzte Abgeklärtheit. Dennoch gilt es, an diese starke Leistung anzuknüpfen und weiterhin fest an den Klassenerhalt zu glauben.
Personell müssen beide Teams im Rückraum auf wichtige Spieler verzichten. Beim HSV fehlen mit Louis Städing und der polnischen Linkshand Jakub Pawlicki zwei Leistungsträger verletzungsbedingt. Beim HC fallen weiterhin die langzeitverletzten Rückraumspieler Angus Kuhn, Ben Zimmer, Simon Voigt und Oskar Wittenbecher aufgrund schwerer Knieverletzungen aus.
Im Kader der Usedomer stechen insbesondere drei Akteure hervor. Der 40jährige Torhüter Lech Krynski sorgt mit seiner Routine für viel Sicherheit und war bereits im Hinspiel ein entscheidender Faktor. Am Kreis ist Christian Schwarz als körperlich präsente Anspielstation kaum zu stoppen, wenn er in Position gebracht wird. Toptorjäger Marc Hagemeier kommt bislang auf 112 Treffer und ist vor allem aus der zweiten Reihe brandgefährlich.
Die Pommernhalle gilt als Festung, doch in dieser Saison musste der HSV bereits Punktverluste hinnehmen. Grün-Weiß Werder entführte beide Zähler aus Ahlbeck, gegen OSF Berlin und Empor Rostock gab es jeweils Unentschieden, wobei die Partie gegen Rostock später am grünen Tisch für Usedom gewertet wurde. Das Hinspiel in Greifswald war ein echtes Handballfest vor restlos gefüllter Halle. Der Aufsteiger hielt insbesondere in der ersten Halbzeit stark mit und führte zwischenzeitlich, ehe HSV-Keeper Krynski in der zweiten Hälfte mehrere freie Würfe entschärfte und die Partie auch aufgrund einfacher HC-Fehler kippte. Am Ende gewann Usedom standesgemäß mit 35:28.
Mit Blick auf das anspruchsvolle Restprogramm wird deutlich, dass der HC neben direkten Konkurrenten wie Blau-Weiß Berlin, Grünheide und SV Warnemünde auch ein Team aus der oberen Tabellenhälfte bezwingen muss, um die Klasse zu halten. Vielleicht gelingt mit einer absoluten Topleistung und dem nötigen Quäntchen Glück bereits im Derby eine Überraschung – dafür muss allerdings nahezu alles passen.
Neben dem Sportlichen setzt der HC besonders auf die Unterstützung von den Rängen. Für das Auswärtsspiel sind noch fünf Plätze im Fanbus frei. Die Busfahrt wird von Taxi Wedow übernommen und ist für HC-Fans kostenlos. Gezahlt wird lediglich der Eintritt vor Ort (10 Euro ab 16 Jahre). Der Verein hofft, dass die Begeisterung der Anhänger weiter anhält und möglichst viele HC-Fans den Weg auf die Insel suchen, um das Team bei dieser schwierigen Aufgabe lautstark zu unterstützen. Ein voller Gästeblock in der Ahlbecker Pommernhalle wäre ein starkes Zeichen und könnte zusätzliche Kräfte freisetzen.















