Derbyzeit in Vorpommern: Am Samstag, 28. Februar, um 18 Uhr empfängt der HC Vorpommern-Greifswald – präsentiert vom Marktkauf-Center Greifswald – in der Mehrzweckhalle den Nachbarn aus Loitz zum Regionalliga-Duell. Die Partie verspricht hohe Intensität auf dem Spielfeld und volle Plätze auf den Rängen.
Kurze Wege, bekannte Gesichter und zwei engagierte Fanlager: Die Voraussetzungen für ein packendes, aber faires Duell sind gegeben. Viele Anhänger aus Loitz haben sich angekündigt, die Halle dürfte entsprechend lautstark werden.
Sportlich gehen beide Teams mit unterschiedlichen Vorzeichen in die Partie:
Mit ausgeglichenem Punktekonto (18:18) liegen die Gäste aus dem Peenetal auf Rang sieben im gesicherten Mittelfeld der Regionalliga. Nach zuletzt zwei souveränen Siegen dürften sie mit Selbstvertrauen und großer Gelassenheit in die Universitäts- und Hansestadt Greifswald reisen.
Die Gastgeber stecken hingegen mitten im Abstiegskampf und benötigen dringend Punkte. Beim 39:24 im Hinspiel kassierte der HC Vorpommern seine bislang höchste Saisonniederlage und musste zudem einen bitteren personellen Rückschlag hinnehmen: Linkshänder Ben Zimmer verletzte sich bereits in der Anfangsphase schwer am Knie und steht seitdem nicht mehr zur Verfügung.
Die Loitzer verfügen über einen ebenso routinierten wie international besetzten Kader. Der tschechische Torhüter Jan Kominek kehrte aus dem Spieler-Ruhestand zurück und verlieh dem Team zusätzliche Stabilität. Nach einer Handverletzung ist der Einsatz von Ivica Simic zwischen den Pfosten ungewiss. Mit dem Ungarn Gergö Toth sowie dem rumänischen Rückraumspieler David Tuinea verstärkten sich das Team von Hans-Jürgen Radloff zur Rückrunde weiter. Als echter Unterschiedsspieler gilt Diogo Teixeira: Der Portugiese erzielte bislang 121 Treffer und gehört damit zu den treffsichersten Akteuren der gesamten Regionalliga. In der Defensive sorgen Jakub Vanek, Finn Tippelt und Florian Fink für physische Präsenz. Die Gäste bringen damit viel Erfahrung und individuelle Qualität auf das Spielfeld – Eigenschaften, die gerade in engen Spielen den Ausschlag geben können.
Doch Derbys schreiben bekanntlich ihre eigenen Geschichten. Tabellenstände treten in den Hintergrund, wenn Intensität und Atmosphäre das Spiel bestimmen. Häufig entscheiden Kleinigkeiten – eine Parade im richtigen Moment, ein Ballgewinn in der Schlussphase oder die geringere Fehlerquote in Drucksituationen. Für die Hansestädter wird es darauf ankommen, mit Tempo und Entschlossenheit zu agieren und die Unterstützung der Zuschauer mitzunehmen. Krankheitsbedingt standen unter der Woche hinter dem finalen Aufgebot von HC-Trainer Gunnar Jasmann noch einige Fragezeichen. Sicher fehlen werden weiterhin die langzeitverletzten Rückraumspieler Angus Kuhn, Ben Zimmer, Oskar Wittenbecher und Simon Voigt.
Ungeachtet der sportlichen Vorzeichen sind damit alle Zutaten für ein packendes Regionalliga-Derby vorhanden. Die Zuschauer dürfen sich auf einen intensiven und leidenschaftlichen Handballabend freuen.
Anwurf ist am Samstag um 18 Uhr in der Greifswalder Mehrzweckhalle. Wegen des erwarteten großen Zuschauerzuspruchs empfiehlt sich der frühzeitige Online-Ticketkauf.















