Das hatten sich Mannschaft und Zuschauer in der Greifswalder Mehrzweckhalle ganz anders vorgestellt. Nach einer fehlerbehafteten Anfangsphase und einem 14:19-Rückstand zur Halbzeit war die Hypothek am Ende zu groß, um die Partie gegen die TSG Lübbenau noch zu drehen. Der HC Vorpommern musste sich einem direkten Konkurrenten mit 29:33 geschlagen geben und verpasste damit ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.
Der Start in die Begegnung verlief denkbar unglücklich. Bereits nach zwei Minuten lag der HC mit 0:3 zurück. Fehlwürfe und Abspielfehler im Angriff sowie fehlender Zugriff in der Abwehr luden die Gäste aus dem Spreewald immer wieder zu einfachen Toren ein. Zwar kämpfte sich das Team von Trainer Gunnar Jasmann zurück in die Partie und konnte in der 9. Spielminute zum 6:6 ausgleichen, doch der erhoffte Rückenwind blieb aus. Eine eigene Führung gelang den Greifswaldern im gesamten Spielverlauf nicht. Die TSG Lübbenau nutzte die Unsicherheiten der Gastgeber routiniert aus. In der 20. Minute setzten sich die Gäste erstmals auf fünf Tore ab (9:14) und nahmen diesen Vorsprung mit in die Halbzeitpause (14:19).
Auch im zweiten Durchgang gelang es dem HC Vorpommern nicht, das Spiel entscheidend zu wenden. Trotz Umstellungen in der Abwehrformation gelang es den Greifswaldern nicht, den Gegner entscheidend unter Druck zu setzen, da sich insbesondere die Abschlussschwäche wie ein roter Faden durch die Partie zog. Mehr als eine Verkürzung auf vier Tore sprang nicht heraus, sodass Lübbenau den Vorsprung kontrolliert ins Ziel brachte und letztlich verdient gewann.
Zurück bleibt eine bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten sowie viele enttäuschte Gesichter auf und neben dem Spielfeld. Durch den Erfolg zog die TSG Lübbenau am HC Vorpommern vorbei und belegt nun den 10. Tabellenplatz, der mit hoher Wahrscheinlichkeit den Klassenerhalt bedeutet. Der HC Vorpommern rutscht hingegen auf Rang 12 ab und benötigt nun schnellstmöglich Punkte, um Selbstvertrauen zu tanken und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Dafür wird eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein.
Am kommenden Wochenende ist der HC spielfrei, ehe am 7. Februar mit den Mecklenburger Stieren der aktuelle Tabellenzweite zum nächsten Heimspiel in Greifswald gastiert. Die Hoffnung bleibt, dass die Mannschaft dann ihr volles Potenzial abrufen und mit einer geschlossenen Teamleistung sowie einer Portion Glück für eine Überraschung sorgen kann.
HC Vorpommern-Greifswald spielte mit: Wegener, Behm (beide Tor), Surke (n. e.), Strüwing (4), Werner (3), Jung (1), Steinberg (4), Eichhorn (11/1), Biederstädt (2/2), Felkel (1), Schlingmann (3), Bonin, Urbaniak, Uecker, Ihleburg (n. e.), Wessely (n. e.).















