Mit einem stark dezimierten Kader trat unsere Mannschaft am heutigen Spieltag auswärts beim HC Empor Rostock III an. Die ohnehin schwierigen personellen Voraussetzungen wurden zu Beginn der Partie durch eine offensive 5:1-Abwehr der Gastgeber ergänzt, mit der uns Rostock zunächst überraschte. Doch wir stellte uns schnell darauf ein und fanden durch konsequentes Angriffsspiel sowie das gezielte Nutzen der entstandenen Lücken zunehmend Lösungen. Vor allem das Kreisläuferspiel über Bastian Ihleburg konnte mehrfach erfolgreich genutzt werden, sodass sich unsere Mannschaft nach rund 15 Minuten eine verdiente 13:10-Führung erspielte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kippte das Spiel jedoch allmählich. Eine rote Karte und der damit verbundene Ausfall eines weiteren Spielers trafen unseren ohnehin kleinen Kader hart. Ohne ausreichende Wechselmöglichkeiten ging zunehmend der Spielfluss verloren, technische Fehler häuften sich und Rostock nutzte diese Phase konsequent. Dennoch zeigten wir bei hohem Tempo große Moral und hielten das Spiel bis zur Pause offen: beim Stand von 15:15 ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Mit zunehmender Spieldauer machten sich dann der kleine Kader und der hohe Aufwand bemerkbar. Die Rostocker Abwehr agierte nun sehr kompakt und verdichtete die Räume, wodurch Durchbrüche und erfolgreiche Kombinationen zunehmend schwieriger wurden. Technische Fehler schlichen sich ein, gute Abschlussmöglichkeiten blieben ungenutzt und Rostock konnte diese Phase konsequent ausnutzen. Hinzu kamen aus unserer Sicht einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen,die den Spielfluss zusätzlich gegen uns kippen ließen, ohne den Spielausgang allein entscheiden zu beeinflussen.
Bis zur 52. Minute konnte wir das Spiel noch eng gestalten und den Rückstand bei zwei Toren halten. Außerdem konnten wir uns stets auf unseren sicheren 7m-Schützen Borys Skibniewski verlassen. In der Schlussphase setzte sich der HC Empor Rostock III zunehmend ab und baute den Vorsprung konsequent aus. Hinten raus war der Tank leer. Rostock zog Tor um Tor davon und machte den Sack unnötig deutlich zu. Am Ende stand eine 25:33-Niederlage, die angesichts des Spielverlaufs und der starken Anfangsphase etwas zu deutlich ausfiel.
Trotz des Ergebnisses zeigte unsere Mannschaft insbesondere in der ersten Halbzeit eine überzeugende und kämpferische Leistung unter schwierigen Bedingungen. Auf diesem Einsatz und der gezeigten Moral lässt sich in den kommenden Spielen aufbauen.















