Der HC Vorpommern-Greifswald hat am 9. Spieltag der Regionalliga Ostsee-Spree eine äußerst bittere Heimmiederlage hinnehmen müssen. Vor über 300 lautstarken Zuschauern in der Greifswalder Mehrzweckhalle unterlag das Team knapp mit 28:29 gegen Empor Rostock II – und das, obwohl am Ende sogar noch die Chance auf den Ausgleich bestand.
Starke erste Hälfte
Der HC kam gut ins Spiel. Nach frühem Rückstand drehte die Mannschaft die Partie und setzte durch Treffer von Jung, Schlingmann und Urbaniak immer wieder Akzente. Die Führung wechselte mehrfach, doch der HC blieb bissig und ging mit einem 16:14 in die Halbzeit – eine verdiente Führung dank einer konzentrierten Leistung.
Die Personallage im Rückraum – fünf etatmäßige Rückraumspieler fehlen dem HC langfristig – entspannte sich kurz vor Spielbeginn etwas, da am Freitag zwei neue Spieler zur Mannschaft stießen. Jan Kleineidam, der bis Jahresende aushelfen wird, übernahm sofort Verantwortung, sorgte für Ruhe im Angriff, setzte seine Mitspieler in Szene und erzielte sechs Tore. Fiete Strüwing, der den HC langfristig unterstützen wird, brachte zusätzliche Tiefe ins Spiel und erzielte kurz vor der Pause sein erstes Tor im HC-Trikot. Beide zeigten bereits am Samstag, dass sie für Entlastung sorgen und der HC wieder konkurrenzfähiger aufgestellt ist.
Zehn schwache Minuten kippen das Spiel
Nach dem Seitenwechsel änderte sich jedoch das Bild. Zwischen der 35. und 45. Minute riss der Spielfaden. Unkonzentriertheiten, die zu einfachen Gegentoren führten, und mehrere Zeitstrafen brachten die Empor-U23 zurück ins Spiel. Rostocks Youngster nutzten die Schwächephase eiskalt aus und zogen Tor um Tor davon.Beim Stand von 21:26 aus Sicht des HC schien die Partie bereits fast entschieden.
Große Moral – ohne das notwendige Glück im letzten Angriff
Angetrieben vom Publikum zeigte der HC allerdings eine beeindruckende Reaktion. Die Deckung stabilisierte sich, Torhüterparaden kamen zur richtigen Zeit, und vorne übernahmen die Spieler Verantwortung. Stück für Stück arbeitete sich das Team zurück ins Spiel. Urbaniak verkürzte zweieinhalb Minuten vor Schluss auf 27:29, und als Empor einen Siebenmeter vergab, kochte die Halle. Nach Urbaniaks Treffer zum 28:29 war der HC endgültig wieder dran – und hatte im letzten Angriff sogar die große Chance auf den Ausgleich. Doch der Abschluss fand leider nicht den Weg ins Tor.
Fazit: Ärgerliche Niederlage, aber viel Mut für die kommenden Wochen
Am Ende steht eine Niederlage, die doppelt schmerzt – weil die Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe war und deutlich mehr drin gewesen wäre. Die zehn schwachen Minuten nach der Pause kosteten den HC den möglichen Heimsieg. Trotzdem hat der HC mit seiner starken Moral gezeigt, dass er auch in dieser schwierigen personellen Situation konkurrenzfähig bleibt.
Die Mannschaft bedankt sich erneut für die großartige Unterstützung der Fans. Über 300 Zuschauer sorgten für eine beeindruckende Atmosphäre – und werden in den kommenden Heimspielen mehr denn je gebraucht. Ebenfalls ein großes Dankeschön geht an Annelie und Jana vom Elternrat, die den VIP-Raum erstklassig ausstatteten und betreuten, sowie an Roman Meyer, der spontan als Hallensprecher einsprang und einen hervorragenden Job machte.
Wegweisende Spiele bis zum Jahreswechsel
Nach einer einwöchigen Spielpause sind die Hansestädter beim Tabellenführer HV Grün-Weiß Werder gefordert. Anschließend kommt es zu drei Duellen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt:
- Heimspiel gegen den SV Warnemünde (6.12.),
- Auswärtsspiel beim Grünheider SV (13.12.)
- und zum Jahresabschluss das Heimspiel gegen Preußen Berlin (20.12.).
Diese Spiele werden wichtig im Kampf um den Ligaerhalt.
HC spielte mit: Brüggmann, Surke (n.e.), Wegener (alle im Tor), Strüwing (1 Tor), Werner (2), Jung (4), Eichhorn (3), Kleineidam (6), Bonin (2/2), Schlingmann (6), Urbaniak (4), Biederstädt, Felkel, Dübener (n.e.), Ihleburg (n.e.), Wessely (n.e.).















