HSV Grimmen II – Handball SG Greifswald 33:32 (18:17)Nach zwei handballfreien Wochenenden stand am vergangenen Samstag das erste Play-Off Finalspiel für die Spieler der Handball SG Greifswald auf dem Programm. Dabei hätte das Hinspiel im Finale um die Verbandsligameisterschaft nicht dramatischer enden können. In der letzten Sekunde gelang dem Gastgeber aus Grimmen der Siegtreffer zum 33:32. Damit bleibt der Kampf um die Meisterschaft weiter spannend, denn erst im letzten Spiel am 21.04. um 17:00 Uhr fällt die Entscheidung in der Sporthalle I. Dann gibt es sicher wieder ein ähnlich spannendes Spiel wie in Grimmen. Die Partie begann für beide Teams recht zerfahren. Die Nervosität war allen Spielern anzumerken. So dauerte es fast 4 Minuten bevor die Grimmener den ersten Treffer erzielten. Nun nahm das Spiel langsam an Fahrt auf. Beim 2:2 nach 6 Minuten waren beide Mannschaften noch gleich auf. Allerdings fanden die Hansestädter noch nicht die richtige Sicherheit im Angriffspiel, denn man glänzte immer wieder durch technische Fehler. Glücklicherweise konnten die Gastgeber daraus zunächst kein Kapital schlagen, denn der Greifswalder Abwehrverband funktionierte zunächst recht ordentlich. Doch Tore durch die Handball SG blieben zunächst Mangelware. So setzte sich der HSV Grimmen bis zur 12. Minute auf 6:3 ab. In der Folgezeit stabilisierte sich die Leistung im Angriff und die Fehlerquote konnte endlich minimiert werden. Aber auch die Trebelstädter machten keine Fehler im Angriff, so vielen die Tore abwechselnd auf beiden Seiten. In der 18. Minute betrug der Rückstand der Greifswalder immer noch 3 Tore beim 12:9. Nun gelang es den Greifswaldern endlich, den Rückstand zu verkürzen, nachdem Below im Greifswalder Tor zwei Bälle halten konnte. Im Angriff nutzten die beiden Rückraumspieler Methner und Kruppa ihre Chancen und somit konnte in der 20. Minute der Anschlusstreffer zum 12:11 erzielt werden. Im Gegenangriff trafen die Gastgeber zweimal hintereinander den Pfosten. Somit hatten die SG-Spieler die Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, aber auch Uecker traf nur den Pfosten. Doch der Ball konnte weiterhin in den eigenen Reihen gehalten werden. Nach einem Foul und der fälligen 2-Minuten-Strafe verwandelte Schuster einen 7-Meter zum 12:12 Ausgleich. Die Partie war nun wieder völlig offen. Leider konnte aus der Überzahl kein Kapital geschlagen werden. So stand es in der 24. Minute immer noch 13:13 Unentschieden. Die Grimmener dagegen nutzten ihre Überzahl etwas besser und setzten sich zwischenzeitlich wieder mit 2 Toren auf 15:13 ab. Davon ließen sich die Domstädter aber nicht aus dem Konzept bringen und erzielten in der letzten Minute vor dem Seitenwechsel wieder den Ausgleich zum 17:17. 20 Sekunden vor der Halbzeitpause nutzten die Gastgeber ihre Auszeit um die Taktik für den letzten Angriff zu besprechen. Diese Maßnahme hatte auch Erfolg, denn die Grimmener trafen noch zum 18:17 Halbzeitstand. In der Kabinenansprache forderte Trainer Krabbe von seinen Spielern weiter zu kämpfen um dem Spiel endlich den eigenen Stempel aufzudrücken. Wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff gelang es der Handball SG durch einen Treffer von Routinier Wodke endlich in Führung zu gehen (19:20). Bis zum 21:22 in der 38. Minute hatte diese knappe Führung auch bestand. Nach einer Überzahlsituation für die Greifswalder gelang es erstmalig in dem Spiel, sich mit 4 Toren auf 21:25 (42. Minute) abzusetzen. Doch die Gastgeber ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen. Sie nutzten eine doppelte Überzahl um den Rückstand zu verkürzen und erzielten in der 48. Minute den Anschlusstreffer zum 25:26. Man merkte den Greifswaldern nun an, dass sie endlich eine Vorentscheidung in dem Spiel herbei führen wollten. Nach vier schnellen Toren ohne selber einen Treffer zu kassieren konnte man sich in der 51. Minute auf 25:30 absetzen. Doch leider gelang es nicht diesen komfortablen Vorsprung zu behaupten. Immer wieder fanden die Grimmener eine Lücke im Greifswalder Abwehrriegel und verkürzten Tor um Tor, denn die Greifswalder Fehlwurfquote nahm wieder zu. So erzielten die Gastgeber in der 55. Minute den Anschlusstreffer zum 30:31. Der Handballkrimi nahm weiter seinen Lauf. Nach der Greifswalder Auszeit erzielte man das 30:32. Doch leider vergab man nun einige Torchancen von der Linksaussenposition. Die Hausherren dagegen nutzten ihre Chancen und glichen 2 Minuten vor dem Abpfiff zum 32:32 aus. Die Spannung war auf dem absoluten Höhepunkt. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, aber die Uhr lief gnadenlos herunter. 8 Sekunden vor Schluss nahmen die Grimmener ihre zweite Auszeit. Nach einem taktischen Foul mit dem Schlusspfiff an der Mittellinie bekamen die Grimmener einen direkt auszuführenden Strafwurf zu gesprochen. Und es geschah, womit wohl keiner gerechnet hatte. Der bis dahin nur in der Abwehr eingesetzte Grimmener Saalbrecht traf von der Mittellinie über den Greifswalder Block durch die Hände des Torwarts ins Tor. Die zahlreichen Grimmener Zuschauer feierten nach dem Abpfiff ihren Sieg-Torschützen. Was dieses kuriose Tor wert ist, wird sich am kommenden Samstag zeigen. Dann müssen die Greifswalder zu Hause mit 2 Toren Unterschied gewinnen um ganz sicher den Verbandsligatitel zu erringen.
7-Meter: Greifswald 2/2; Grimmen 3/2
2-Minuten: Greifswald 7; Grimmen 5
Handball SG spielte mit: Below, Schulz, Methner (9), Schuster (4/2), Kruppa (5), Altenburg (1), Dietrich (3), Christiansen (2), Uecker (1), Bleul, Teige, Wodke (7)














